Sonntag, 17. Januar 2010

Hitler and the "Cemetery for garbage"

Nagwa war heute wieder zum Putzen da. Beim Abendessen haben wir uns lang unterhalten. Ich konnte ihr mit meinem rudimentären Wissen rund um den zweiten Weltkrieg und in stockendem Englisch die Schrecken des Holocaust schildern und ihr sagen, warum man als Deutscher nicht gerne wegen Hitler gemocht wird.
Hitlers "Mein Kampf" (in der arabischen Übersetzung) ist hier übrigens eine gern gelesene Lektüre. Und im Fernsehen wird durchaus mal behauptet, alles was Israel über Hitler erzählen sei erstunken und erlogen. Da war Nagwa natürlich überrascht, einmal die andere Seite der Geschichte zu hören. Vor allem als ich ihr hochdramatisch klar gemacht habe, dass Hitler - würde er noch leben - alle Muslime killen würde, weil sie auch nicht zur Herrenrasse gehören. Im Lauf des Gesprächs habe ich beschlossen, dass ich Nagwa "Schindlers Liste", "Das Leben ist schön" und "Das Tagebuch der Anne Frank" besorgen werde - sozusagen als emotionale Aufklärung (wenn schon nicht wissenschaftliche). Und am Ende waren wir uns zumindest in einer Sache sehr einig: Hitler war verrückt und was er getan hat ein riesiges Verbrechen. 


Zwei Wortschöpfungen von Nagwa müssen hier jetzt doch einmal festgehalten werden, weil ich sie so schön fand: "The body's self-defense army" (= Immunsystem) und "Cemetery for garbage" (= Müllhalde). Beides hat natürlich mit Hiltler überhaupt nichts zu tun - aber es passt so gut in den Titel (und erinnert an Harry Potter, dessen Plot ja bekanntlich auch was mit den Ereignissen im dritten Reich zu tun hat).

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