29. November 2009
Zwar gibt es in Ägypten Strom - und billigen noch dazu -, aber er fällt oft aus. Deswegen kochen hier alle mit Gas. Und das macht besonders viel Spaß, denn es brennt so schön. Seit mein Herd dank der vereinten Anstrengungen von Nagwa (unserer Putzfrau), mir und zwei Flaschen voll Fettlöser benutzbar ist, übe ich mich deshalb fleißig im Kochen mit Feuer. Die Zeiten von griechischem Salat mit Fetakäse gehören deshalb vorerst der Vergangenheit an.
Nach ersten Anfangsschwierigkeiten (der Henkel eines Topfes ist mir abgeflackert und heute kokelte der Topflappen - als meine Hand drin steckte!), komme ich mit der neuen alten Technik inzwischen zurecht. Nagwa musste mir zwar den Sinn des Stromkabels am Herd erklären (der ist nur für das Licht!), aber den Rest hab ich selbst rausgefunden (viel gab es da ja nicht rauszufinden). Den Ofen muss ich noch einweihen - aber ansonsten fühle ich mich den ägyptischen Küchengeräten gewachsen. Mittlerweile traue ich sogar der Dichtung in der Gasflasche und drehe den Gashahn nicht jedes Mal wieder zu. Bisher bin ich noch nicht über Nacht erstickt oder habe mich beim Anzünden eines Streichholzes in die Luft gejagt. Mein Überleben sehe ich als Hinweis, dass ich alles richtig mache. Obwohl: Zuviel Vorsicht hat auch noch keinen umgebracht. Vielleicht überlege ich mir das mit dem Gashahn nochmal. Wäre übrigens sehr dankbar über Hinweise, wie man mit Gasherden (uralten Gasherden) korrekt umgehen sollte. Irgendwie habe ich so im Gefühl, dass einem ein Fehler mit einem Gasherd nur einmal passiert.
Übrigens: Aus aktuellem Anlass wünsche ich euch allen einen schönen ersten Advent!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen