Montag, 14. März 2011

Driving the Dizzy

In heißen Ländern gehört es zum guten Ton, sich auf der Straße zu helfen. Nicht nur bei Pannen, sondern auch von einem Ort zum anderen. Darum nehme ich auch brav jeden mit, der am Straßenrand auf eine Mitfahrgelegenheit wartet und regungslos in der Glut gegen die drohende Austrocknung kämpft. Meist Inder und Pakistani - aber ich hatte auch schon einen Omani im Auto. Fühlt sich irgendwie gut an zu helfen. Und wer hilft, dem wird geholfen! Jameela, die neulich meine Beifahrerin war und der ich von meinen Problemen bei der Wohnungssuche erzählt habe, hat tatsächlich versucht mich zu unterstützen: Heute bekam ich eine SMS von ihrer Arbeitgeberin, der Jameela von meinen Sorgen berichtet hatte und die fragte, was sie für mich tun könne. Irgendwie ist der Oman zu gut, um wahr zu sein. Wo ist der Haken in diesem Land (außer dass es an Raketenwissenschaft grenzt, eine bezahlbare Unterkunft zu finden)?

Übrigens: Ich habe seit gestern eine Wohnung! Jetzt kann ich mich wieder entspannen und das Land genießen. Kostet auch "nur" 350 OMR.

P.S.: Abullah hat übrigens mehr oder weniger entsetzt geschaut, als ich ihm gesagt habe, was mir als Englischlehrerin geboten wurde. Er meinte, das Mindestgehalt für 18 Unterrichtsstunden/Woche sei 1.250 OMR!

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